Baujahr eines Hauses herausfinden
Kurz erklärt
Das Baujahr steht weder im Grundbuch noch im Kataster. Die verlässlichste Quelle ist die Bauakte beim Bauamt - daneben helfen Energieausweis, Kaufvertrag und Versicherungsunterlagen.
Eine häufige Fehlannahme vorweg: Weder das Grundbuch noch das Liegenschaftskataster enthalten das Baujahr. Das Grundbuch dokumentiert Eigentum und Rechte, das Kataster Lage, Grenzen und Nutzung des Grundstücks. Das Gebäudealter gehört in beiden Registern nicht dazu.
Die belastbarste Quelle ist die Bauakte bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde. Sie enthält Bauantrag, Genehmigung und Pläne mit Datum. Einsicht bekommen in der Regel nur Eigentümer oder Personen mit berechtigtem Interesse und Vollmacht - als Kaufinteressent lassen Sie sich diese am besten vom Verkäufer geben.
Schneller geht es oft über Unterlagen, die schon vorliegen: Der Energieausweis nennt das Baujahr des Gebäudes, ebenso häufig der Kaufvertrag, die Gebäudeversicherungspolice und Unterlagen zur Grundsteuer. Bei Eigentumswohnungen steht es meist in der Teilungserklärung.
Bei älteren Gebäuden ohne Unterlagen helfen Stadt- oder Kreisarchiv, historische Adressbücher, die Denkmalliste sowie alte Katasterkarten und Luftbilder - über deren Erscheinen lässt sich der Bauzeitraum zumindest eingrenzen.
GrundEngine liefert das Baujahr nicht, weil es in den zugrunde liegenden Geodaten schlicht nicht enthalten ist. Was wir Ihnen abnehmen: das zuständige Bauamt zur konkreten Adresse zu finden, samt Anschrift und Kontakt.
Zuletzt geprüft: Juli 2026
